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  • Rafaela Kraus

Leadership & Innovation Talk 2018


am 8.6.18 fand unsere Fakultätstagung statt, der Leadership & Innovation Talk 2018. Er hatte das Thema „Disruptive Innovation in der Autoindustrie".

Disruptiven Wandel meistern

Der Wandel der Automobilindustrie ist unübersehbar und die Tragweite der disruptiven Innovationen ist immens. Geht es doch nicht nur um alternative Antriebstechnologien und Mobilitätskonzepte, sondern auch um die Digitalisierung des Marketings, neue Vertriebskonzepte, agile Produktentwicklung, Change Management und neue Formen von Leadership, aber auch um gesellschaftliche Folgen, z. B. für den Städtebau der Zukunft. Die Veränderung dieser Schlüsselindustrie wird auch unseren Alltag grundlegend verändern. ​Auf dem Leadership & Innovation Talk am 8.06.2018 diskutierten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis darüber, welchen Veränderungen sich die Automobilbranche in den kommenden Jahren stellen muss und welche Folgen dies haben wird.​

Vereinsmitglieder konnten zum Studierendentarif teilnehmen.

Unsere Speaker und Themen waren u.a.

  • Prof. Dr. Sibylle Gierschmann, LL.M. (Partnerin bei Taylor Wessing) zum Thema "Internet of Things und Datenschutz"

  • Dr.-Ing. Heike Hanagarth, (Aufsichtsrätin Lanxess AG) zum Thema “Fit for Disruoption”

  • André Stark (Vice President BMW) zum Thema "Connected Life"

  • Florian Bachheibl & Adrian Patzak (Gründer Volabo GmbH) zum Thema "Was können Konzerne von Start-Ups lernen?"

  • Prof. Dr. Philipp Rauschnabel (Professor für Marketing) zum Thema "Augmented & Virtual Reality - Was ist Realität im Digitalen Zeitalter?"

  • Prof. Dr. Rafaela Kraus (Professorin für Personalmanagement) zum Thema "Disruptive Innovationen und Change Management"

  • Prof. Dr. Carsten Rennhak (Professor für PR und Marketing) zum Thema "Servicebasierte Geschäftsmodellinnovationen für produktbasierte Unternehmen"

  • Dr. Stefanie Weber, (Audi Accident Research Unit) zum Thema "Neue Technologien und Unfallforschung"

Navigation auf neuen Wegen

Den Auftakt zur Auseinandersetzung mit den Umbrüchen in der Automobilindustrie sowie in der Gesellschaft gab der Vortrag von Dr. Heike Hanagarth. „Bedrohliche Fragen sind disruptiv“, meinte die Aufsichtsrätin der LANXESS AG, „genauso aber auch gute Lösungen.“ Für eine erfolgreiche Bewältigung der Umbruchssituationen sind die Fähigkeit, Grundsatzentscheidungen zu treffen und umzusetzen sowie Mut und Gelassenheit grundlegend. Prof. Rafaela Kraus analysierte die aufgrund der Disruption notwendigen Veränderungen von Organisationskulturen im Automotive-Bereich und ging der Frage nach, wie Automobilhersteller agiler und digitaler werden können. Dabei standen Konzepte für das Change Management und ambidextre Führung – Kombinationen unterschiedlicher Führungsstrategien – im Mittelpunkt.

Die Vielfalt der Herausforderungen nimmt zu

Mit der Unfallanalyse in Bezug auf automatisiertes Fahren setzte sich in ihrem Vortrag Dr. Stefanie Weber, Leiterin des Teams Psychologie in der Verkehrsunfallforschung von Audi AG, auseinander. Im Laufe der zunehmenden Automatisierung bleibe laut Weber der menschliche Fehler zwar als der wichtigste Risikofaktor bestehen, die Vielfalt der möglichen Unfall-Szenarien nehme aber zu. Unter dem Motto „Connected Life“ präsentierte Hans-Peter Fischer von der BMW Group die digitale Zusammenführung der Produkte und Serviceleistungen des Konzerns. Prof. Dr. Sibylle Gierschmann, Partnerin bei Taylor Wessing und Honorarprofessorin der Universität, behandelte die Aufgaben, die das Internet der Dinge an den Datenschutz stellt.

Big Bang Disruption

Im Rückblick auf die Tagung resümierte Prof. Kraus: „Künftig geht es in der Automobilindustrie nicht mehr nur darum, wer die besten Autos herstellt, sondern wer die besten Services und digitalen Plattformen bietet, wer das Internet of Things am Intelligentesten nutzt. Gegenwärtig beobachten wir eine „Big Bang Disruption“. Das marktverändernde Potenzial der Elektromobilität und digitaler Technologien wie Künstliche Intelligenz, Autonomes Fahren, Augmented und Virtual Reality, Big Data und Blockchain führt zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, auch aber dazu, dass die bisherigen neu gestaltet oder komplett aufgegeben werden müssen. In der Folge sind Autohersteller gezwungen, einen Kulturwandel zu vollziehen, sich auf die neuen Kundenbedürfnisse auszurichten und mit der Unsicherheit umgehen zu lernen.“

(Autor: Olga Lantukhova & Michael Brauns)


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